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(Auszug aus dem Jubiläumsheft 50 Jahre SG 1945Fronhausen/L e.V.)

Hier sei nun der Blick der Sportart zugewandt, die eigentlich zur Gründung des Vereins geführt hat und auch bis heute nie aufgehört hat, zu existieren. Fußball wurde schon in 1945 gespielt, zunächst mehr freundschaftlich und ohne Punkte, bis im Februar 1946 die erste Punktrunde in einer B-Klasse begann.

Die aktiven Spieler der ersten Gründungsmannschaft waren:

Ernst Bodenbender, Heini Findt, Johann Gerhardt, Erich Grebe, Albert Hillmer, Hans Kämmerer, Fritz Klietsch, Heinrich Laukel, Ernst Möller, Wilhelm Muth, Otto Riedel, Paul Rupp, Josef Stolorz, Heinrich Vogel, Hans Wolf

(Anm.: Die Namen wurden aus den Unterlagen vom 25-jährigen Jubiläum entnommen).

Gespielt wurde zunächst auf einer Wiese im Stöck und auf Pfeffers Wiese bei "Schnabels Kreuz", denn der Aufbau des vereinseigenen Platzes auf dem Stollberg begann erst in 1946 und wurde vorläufig in 1949 abgeschlossen. Viele, viele Arbeitsstunden der Mitglieder waren notwendig, um Erdreich zu bewegen, Löcher zu graben und Birken zu Pflanzen.

Sogar die Amerikaner hätten durch Sprengungen mitgeholfen, den felsigen Untergrund zu lockern und die Böschung zum Wald hin abzutragen. Schienen wurden verlegt, Kipploren organisiert und Presslufthämmer eingesetzt. Hand- und Spanndienst aber waren die häufigsten Arbeitsarten, weil billig und durch die gute Kameradschaft am einfachsten zu organisieren. Auf dem noch nicht fertigen Platz konnten dann immerhin schon die Handballdamen und -herren ihre Spiele austragen.

In einer Vorstandssitzung vom 19.12.1956 wird über den Ausbau des Sportplatzes beraten. "Eine Raupe vom Kulturamt arbeitet 9 Tage mit gutem Erfolg....Herr Karl Barth, Niederwalgern, ist seit Montag am Sprengen". (Auszug aus dem Protokollbuch 1, Seite 29). Es handelte sich seinerzeit um eine Vergrößerung des Platzes in Richtung Wald.

18 Jahre später, in 1974, wurde der vereinseigene Platz an die Gemeinde übergeben und somit die Voraussetzung für den Bau der neuen Plätze durch die Gemeinde geschaffen. Ungezählte Arbeitsstunden vieler Vereinsmitglieder trugen zu der Entstehung der heutigen Sportanlagen mit bei. Der Hartplatz bei den Hainbuchen konnte bereits im Juni 1976 eingeweiht werden. Der Rasenplatz folgte am 13.07.1978 mit dem Eröffnungsspiel der SG gegen Lüdenscheid und ein gutes Jahr später konnte das neue Vereinsheim vorläufig seiner Bestimmung übergeben werden.

Sicher ist es hier angebracht, die erste Meisterschaft in einer Punktrunde anzuführen. Am Himmelfahrtstag, dem 14. Mai 1953, fand nämlich während einer Mitgliederversammlung eine kleine Feier zur Erringung der Gruppenmeisterschaft I in der B-Klasse und damit Aufstieg in die A-Klasse statt. (Auszug aus dem Protokollbuch 1 S.6)

Nach erfolgter Gründung im Jahr 1945 wurde bis 1950 gespielt. Im Spieljahr 50 / 51 wurde der Aufstieg in die B-Klasse erreicht. Schon im nächsten Spieljahr stieg man in die A-Klasse auf. In der A-Klasse wurde bis zum Abstieg in der Spielrunde 55 / 56 gespielt. Der nächste Aufstieg in die A-Klasse erfolgte im Spieljahr 59 / 60. Bis 1970 wurde dann in der A-Klasse gespielt. In diesem Jahr erfolgte der Aufstieg in die Bezirksklasse Süd.

Durch die Umgruppierung der Klassen innerhalb des Bezirks wurde die SG im Spieljahr 73 / 74 in die Bezirksklasse Nord eingeteilt. Hier konnte man sich bis zum Spieljahr 74 / 75 retten, ehe man wiedermals in die A-Klasse abstieg.

Der erneute Aufstieg in die Bezirksklasse Nord erfolgte im Spieljahr 77 / 78. Aber erneut stieg man nur zwei Jahre später wieder ab. Im Spieljahr 85 / 86 ging es dann noch tiefer, nämlich in die B-Klasse. Durch eine Neueinteilung der Spielklassen wurde die SG im Spieljahr 89 / 90 wieder A-Klässler.

Nachdem man sich 4 Jahre mühte und jedes Jahr nur knapp den Aufstieg verpasste, war es dann im vergangenen Jahr (94) endlich geschafft. Als Gruppenzweiter der A-Klasse Mitte musste man sich, in der Relegationsrunde mit den Mannschaften Hessen Neustadt, Löhlbach und Türk Neustadt, um den letzten freien Platz in der Bezirksliga Nord messen. Nach den ersten zwei Spielen musste der Aufsteiger im letzten Spiel zwischen der SG und Türk Neustadt ermittelt werden. Keiner unserer Fans wird das Spiel und die tolle Stimmung auf dem Niederwälder Sportplatz vergessen haben. Man kann nur hoffen, dass die SG im Jubiläumsjahr nicht wieder einen Abstieg in die A-Klasse miterleben muss.

Auch die Jugend soll nicht vergessen werden. Die A-Jugend wurde 1965 Kreismeister und Vize-Bezirksmeister. Dieses war auch der größte Erfolg einer Jugendmannschaft. Alle Titel z.B. diverse Kreismeisterschaften, in der Halle und auf dem Feld aufzuzählen würde den Rahmen der Festschrift sprengen.

Verfasser: Wieland Schneider




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